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<title>Passive Sterbehilfe</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Passive Sterbehilfe</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Passive Sterbehilfe</b> ist das Nichtergreifen (Unterlassen), Reduzieren oder Nichtfortführen (Abbrechen) lebenserhaltender Maßnahmen<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> aus <a href="Medizinethik" title="Medizinethik">medizinethischen</a> Gründen.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Abgrenzungen">Abgrenzungen</h2></div>
<p>Passive Sterbehilfe geschieht auf der Grundlage des Respekts vor der Würde des Menschen, um damit ein leidvolles Sterben nicht zu verlängern und das Sterben als natürlichen Prozess zuzulassen. Obwohl es sich dabei um einen international etablierten Begriff handelt, halten ihn viele für missverständlich und unglücklich gewählt und meinen, man solle besser und eindeutiger von <b>„Sterbenlassen“</b> (auch im Sinne von „Sterben zulassen“<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>) sprechen.<sup id="cite_ref-Husebo_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-Husebo-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Mit derselben Begründung schlägt die <a href="Deutsche_Gesellschaft_f%C3%BCr_Palliativmedizin" title="Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin">Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin</a> vor, bei <a href="Sterbehilfe" title="Sterbehilfe">Sterbehilfe</a> nur noch in passive und <a href="Sterbehilfe#Indirekte_Sterbehilfe" title="Sterbehilfe">indirekte Sterbehilfe</a> sowie <a href="Geschichte_der_Euthanasie" title="Geschichte der Euthanasie">Euthanasie</a> zu unterscheiden und den Begriff der <a href="Sterbehilfe#Aktive_Sterbehilfe" title="Sterbehilfe">aktiven Sterbehilfe</a> aufzugeben.
</p><p>Passive Sterbehilfe als Sterbenlassen heißt somit keineswegs, den Patienten „aufzugeben“. Es bedeutet das zu tun, was der Patient von Ärzten erwarten darf, nämlich unnötige oder schädigende kurative<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Therapiemaßnahmen nicht erst zu ergreifen oder diese einzustellen, wenn sie sich als nutzlos für den Kranken erweisen oder vom Patienten abgelehnt werden. Stattdessen wird nun bei anhaltender menschlicher Zuwendung das Augenmerk auf eine „ausgezeichnete Symptomkontrolle“<sup id="cite_ref-Husebo_3-1" class="reference"><a href="#cite_note-Husebo-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> gelegt.
</p><p>Von passiver Sterbehilfe kann bei <a href="Einwilligungsf%C3%A4higkeit" title="Einwilligungsfähigkeit">nichteinwilligungsfähigen</a> Personen, bei denen vorbereitende Gespräche nicht möglich waren oder keine <a href="Patientenverf%C3%BCgung" title="Patientenverfügung">Patientenverfügung</a> vorliegt gesprochen werden, aber auch, wenn ein entscheidungsfähiger Patient irgendeine (auch lebensverlängernde) Therapie z.&nbsp;B. durch eine verbindliche Äußerung oder eine Patientenverfügung ablehnt. Diese Wahlmöglichkeit entspricht einem in Europa durch Verfassung oder Grundgesetz gewährleisteten <a href="Rechtsgut" title="Rechtsgut">Rechtsgut</a> auf <a href="Selbstbestimmung" class="mw-redirect" title="Selbstbestimmung">Selbstbestimmung</a>. Eine Zuwiderhandlung als Missachtung einer konkreten Willensäußerung erfüllt den Straftatbestand der <a href="K%C3%B6rperverletzungsdelikt" title="Körperverletzungsdelikt">Körperverletzung</a>.
</p><p>Als passive Sterbehilfe gelten somit
</p>
<ul><li>Verzicht auf oder Abbruch einer <a href="K%C3%BCnstliche_Ern%C3%A4hrung" title="Künstliche Ernährung">künstlichen Ernährung</a><sup id="cite_ref-SpO_5-0" class="reference"><a href="#cite_note-SpO-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, Flüssigkeitszufuhr oder Medikamentengabe,</li>
<li>Verzicht auf oder Abbruch einer <a href="Beatmung" title="Beatmung">Beatmung</a> oder <a href="Intubation" title="Intubation">Intubation</a>,</li>
<li>Verzicht auf oder Abbruch einer <a href="Dialyse" title="Dialyse">Dialyse</a>,</li>
<li>Verzicht auf eine <a href="Reanimation" class="mw-redirect" title="Reanimation">Reanimation</a> oder deren Abbruch vor Eintritt des <a href="Hirntod" title="Hirntod">Hirntodes</a>.</li></ul>
<p>Passive Sterbehilfe kann auch sein, eine bereits begonnene Behandlung als solche fortzusetzen, aber nicht zu intensivieren.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rücksichtnahmen"><span id="R.C3.BCcksichtnahmen"></span>Rücksichtnahmen</h2></div>
<p>Die behandelnden Ärzte, das Pflegepersonal und die Angehörigen benötigen in der Regel Zeit, die anstehende Entscheidung zur passiven Sterbehilfe zu akzeptieren. Es ist somit wichtig, sich der <a href="Ethik" title="Ethik">ethischen</a> Dimension des Problems bewusst zu sein, die auftauchenden Fragen <a href="Gewissen" title="Gewissen">gewissenhaft</a> zu beantworten und die möglichen Konsequenzen gut zu <a href="Kommunikation" title="Kommunikation">kommunizieren</a>.
Auch ein bewusstseinsklarer Patient, bei dem weitere Therapiemaßnahmen sinnlos erscheinen, braucht diese Gespräche und Zeit, Informationen zu verarbeiten. <a href="Onkologie" title="Onkologie">Onkologische</a> Patienten greifen in der Mehrzahl nach jedem Strohhalm, wenn die Wahrscheinlichkeit einer Heilung 1&nbsp;% beträgt.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine Behandlung um jeden Preis wird von Gesunden am deutlichsten abgelehnt, gefolgt von Krankenschwestern, die mit den Nebenwirkungen als Folge der Behandlung am häufigsten konfrontiert sind. Die Hausärzte stehen hier in der Mitte, während Onkologen den Patienten in ihrer Akzeptanz von Nebenwirkungen trotz fraglichem Nutzen am nächsten stehen. Auch diese unterschiedlichen Ausgangslagen gilt es zu bedenken, wenn nach der „richtigen“ Entscheidung gesucht wird.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Juristische_Grundlagen_in_Deutschland">Juristische Grundlagen in Deutschland</h2></div>
<p>Passive Sterbehilfe ist <a href="Strafgesetz" title="Strafgesetz">strafgesetzlich</a> nicht ausdrücklich geregelt. Sie ist auch bei schwerkranken Personen erlaubt, die sich nicht in einem akuten Sterbeprozess befinden, sofern der <a href="Mutma%C3%9Flicher_Wille" title="Mutmaßlicher Wille">mutmaßliche Patientenwille</a> oder in einer <a href="Patientenverf%C3%BCgung" title="Patientenverfügung">Patientenverfügung</a> erklärte Wille zur Grundlage der Entscheidung herangezogen wird beziehungsweise sich auch bei der gebotenen sorgfältigen Prüfung konkrete Umstände für die Feststellung des individuellen mutmaßlichen Willens des Kranken nicht finden lassen. In diesen Fällen kann und muss auf Kriterien zurückgegriffen werden, die allgemeinen Wertvorstellungen entsprechen – siehe das Urteil vom 13. September 1994 des <a href="Bundesgerichtshof" title="Bundesgerichtshof">Bundesgerichtshofs</a> (BGH).<sup id="cite_ref-BGH_1_StR_357/94_9-0" class="reference"><a href="#cite_note-BGH_1_StR_357/94-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>„Den mutmaßlichen Willen des Patienten zu erforschen bedeutet, nach bestem Wissen und Gewissen zu beurteilen, was der Patient für sich selbst in der Situation entscheiden würde, wenn er es könnte“ formuliert die Bundesärztekammer.<sup id="cite_ref-Empfehlungen_der_Bundesärztekammer_und_der_Zentralen_Ethikkommission_bei_der_Bundesärztekammer_zum_Umgang_mit_Vorsorgevollmacht_und_Patientenverfügung_in_der_ärztlichen_Praxis_10-0" class="reference"><a href="#cite_note-Empfehlungen_der_Bundesärztekammer_und_der_Zentralen_Ethikkommission_bei_der_Bundesärztekammer_zum_Umgang_mit_Vorsorgevollmacht_und_Patientenverfügung_in_der_ärztlichen_Praxis-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„An die Voraussetzungen für die Annahme eines solchen mutmaßlichen Einverständnisses des entscheidungsunfähigen Patienten sind - im Interesse des Schutzes menschlichen Lebens - in tatsächlicher Hinsicht allerdings strenge Anforderungen zu stellen. Entscheidend ist der mutmaßliche Wille des Patienten im Tatzeitpunkt, wie er sich nach sorgfältiger Abwägung aller Umstände darstellt. Hierbei sind frühere mündliche oder schriftliche Äußerungen des Kranken ebenso zu berücksichtigen wie seine religiöse Überzeugung, seine sonstigen persönlichen Wertvorstellungen, seine altersbedingte Lebenserwartung oder das Erleiden von Schmerzen (vgl. BGHSt 35, 246, 249). Objektive Kriterien, insbesondere die Beurteilung einer Maßnahme als gemeinhin ‚vernünftig‘ oder ‚normal‘ sowie den Interessen eines verständigen Patienten üblicherweise entsprechend, haben keine eigenständige Bedeutung; sie können lediglich Anhaltspunkte für die Ermittlung des individuellen hypothetischen Willens sein.“<sup id="cite_ref-BGH_1_StR_357/94_9-1" class="reference"><a href="#cite_note-BGH_1_StR_357/94-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Auch aus der Gewissensfreiheit ergibt sich kein Recht, sich durch aktives Handeln über das Selbstbestimmungsrecht des durch seinen Bevollmächtigten oder Betreuer vertretenen Patienten hinwegzusetzen und seinerseits in dessen Recht auf körperliche Unversehrtheit einzugreifen.<sup id="cite_ref-BGH_XII_ZR_177/03_11-0" class="reference"><a href="#cite_note-BGH_XII_ZR_177/03-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine gegen den z.&nbsp;B. in einer Patientenverfügung erklärten Willen des Patienten durchgeführte Behandlung ist eine rechtswidrige Handlung, deren <a href="Unterlassen_(Deutschland)" class="mw-redirect" title="Unterlassen (Deutschland)">Unterlassung</a> der Patient analog <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1004.html">§ 1004 Abs.&nbsp;1 Satz 2</a></span> in Verbindung mit <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__823.html">§ 823 Abs. 1 BGB</a></span> verlangen kann. Dies gilt auch dann, wenn die begehrte Unterlassung zum Tode des Patienten führen würde. Das Recht des Patienten zur Bestimmung über seinen Körper macht Zwangsbehandlungen, auch wenn sie lebenserhaltend wirken, unzulässig (BGH aaO<sup id="cite_ref-BGH_XII_ZR_177/03_11-1" class="reference"><a href="#cite_note-BGH_XII_ZR_177/03-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, 751, mit Verweis auf Senatsbeschluss).
</p><p>Für den Fall, dass eine Patientenverfügung das Unterlassen von Maßnahmen bei einer Erkrankung vorsieht, die noch nicht in ein Stadium des unumkehrbaren Verlaufs getreten ist, das Befolgen der Patientenverfügung aber zum Tod führen würde, obwohl noch realistische Aussichten auf Heilung bestehen, wurde die Patientenverfügung bis 2009 für einen Betreuer/Bevollmächtigten nicht als zwingend verbindlich angesehen, wenn der Wille des Patienten für die konkrete Behandlungssituation nicht eindeutig und sicher festgestellt werden konnte.<sup id="cite_ref-BVerfG_1_BvR_618/93_13-0" class="reference"><a href="#cite_note-BVerfG_1_BvR_618/93-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Fall, dass der Wille nicht eindeutig und sicher festgestellt werden konnte, lag es also im Ermessen des Betreuers beziehungsweise des Bevollmächtigten, zu entscheiden, ob eine Behandlung abgebrochen oder fortgesetzt wurde, und zwar unabhängig davon, in welchem Stadium sich die Krankheit befand. Hat das Gericht Kenntnis von einer Bevollmächtigung, darf es auch dann keinen Betreuer bestellen, wenn der Betroffene mittels Patientenverfügung lebensrettende Behandlungen ausschließt.<sup id="cite_ref-BVerfG_1_BvR_618/93_13-1" class="reference"><a href="#cite_note-BVerfG_1_BvR_618/93-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Lassen sich auch bei der gebotenen sorgfältigen Prüfung konkrete Umstände für die Feststellung des individuellen mutmaßlichen Willens des Kranken nicht finden, so kann und muß auf Kriterien zurückgegriffen werden, die allgemeinen Wertvorstellungen entsprechen. Dabei ist jedoch Zurückhaltung geboten; im Zweifel hat der Schutz menschlichen Lebens Vorrang vor persönlichen Überlegungen des Arztes, des Angehörigen oder einer anderen beteiligten Person. Im Einzelfall wird die Entscheidung naturgemäß auch davon abhängen, wie aussichtslos die ärztliche Prognose und wie nahe der Patient dem Tode ist: je weniger die Wiederherstellung eines nach allgemeinen Vorstellungen menschenwürdigen Lebens zu erwarten ist und je kürzer der Tod bevorsteht, um so eher wird ein Behandlungsabbruch vertretbar erscheinen (vgl. BGHSt aaO S. 250).“<sup id="cite_ref-BGH_1_StR_357/94_9-2" class="reference"><a href="#cite_note-BGH_1_StR_357/94-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Im Fall des irreversiblen tödlichen Verlaufs wurde schon damals eine auf die Situation bezogene Patientenverfügung auf jeden Fall als verbindlich angesehen. Ein Betreuer oder Bevollmächtigter durfte dann schon damals nicht einen anderen Willen annehmen.<sup id="cite_ref-BGH_XII_ZB_2/03_14-0" class="reference"><a href="#cite_note-BGH_XII_ZB_2/03-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ein Behandeln entgegen dem mutmaßlichen Willen des Patienten, also das einfache Missachten einer Patientenverfügung, erfüllt den Straftatbestand der <a href="K%C3%B6rperverletzung_(Deutschland)" title="Körperverletzung (Deutschland)">Körperverletzung</a>. Erfolgt die passive Sterbehilfe hingegen ohne wenigstens ausreichende mutmaßliche Einwilligung der Person ist sie als Tötung durch Unterlassen strafbar.<sup id="cite_ref-BVerfG_2_BvR_1451/01_15-0" class="reference"><a href="#cite_note-BVerfG_2_BvR_1451/01-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sterben lassen durch Unterlassen ist in der BRD zumindest nach <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__323c.html">§&nbsp;323c</a></span> StGB wegen <a href="Unterlassene_Hilfeleistung" class="mw-redirect" title="Unterlassene Hilfeleistung">unterlassener Hilfeleistung</a> oder <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__225.html">§&nbsp;225</a></span> StGB, <a href="Misshandlung_von_Schutzbefohlenen" title="Misshandlung von Schutzbefohlenen">Misshandlung von Schutzbefohlenen</a>, strafbar. Eventuell kommen auch andere <a href="T%C3%B6tungsdelikt" title="Tötungsdelikt">Tötungsdelikte</a> in Betracht.
</p><p>Hierbei ist zu unterscheiden:
</p>
<ul><li>Ein einvernehmlicher Verzicht auf weitere Maßnahmen wird nicht bestraft wenn sie auf Verlangen eines <a href="Einwilligungsf%C3%A4higkeit" title="Einwilligungsfähigkeit">einwilligungsfähigen</a> Patienten erfolgt. Bei nicht einwilligungsfähigen Patienten gelten frühere <a href="Patientenverf%C3%BCgung" title="Patientenverfügung">Patientenverfügungen</a> als wichtige Informationsquelle für den dann Ausschlag gebenden „mutmaßlichen Willen“ des Patienten. In Deutschland wird diese Fallgruppe strafrechtlich nicht von <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__216.html">§&nbsp;216</a></span> StGB, sondern von <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__212.html">§&nbsp;212</a></span>, <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__213.html">§&nbsp;213</a></span> StGB erfasst. Die Einwilligung führt zu einer Rechtfertigung des Arztes, da dieser die Ablehnung einer weiteren Behandlung durch den Patienten angesichts des bevorstehenden Todes im Sinne der <a href="Menschenw%C3%BCrde" title="Menschenwürde">Menschenwürde</a> (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_1.html">Art.&nbsp;1</a></span> <a href="Grundgesetz_f%C3%BCr_die_Bundesrepublik_Deutschland" title="Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland">GG</a>) respektieren muss.</li>
<li>Äußerst problematisch ist der einseitige Verzicht auf weitere Maßnahmen (sowohl Nichtaufnahme als auch Nichtfortführung) durch den Arzt. Dieser wird aber in der Praxis recht häufig auftreten. Der Abbruch ist einseitig, wenn ihn der Patient ablehnt oder sich dazu nicht geäußert hat und dies auch nicht mehr kann. Hier sind zwei Fallgruppen zu unterscheiden:
<ul><li>Die erste typische Situation ist ein Unfallopfer, das sich nicht mehr äußern kann aber große Schmerzen hat. Hier darf der Arzt die Schmerzen auch mit Medikamenten lindern, die möglicherweise lebensverkürzend sind, wenn andere Medikamente keine ausreichende Wirkung haben. In Deutschland wird auch diese Fallgruppe wie der einvernehmliche Verzicht strafrechtlich nicht von <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__216.html">§&nbsp;216</a></span> StGB, sondern von §§ 212, 213 StGB erfasst. Die Einwilligung führt zu einer <a href="Rechtfertigungsgrund" title="Rechtfertigungsgrund">Rechtfertigung</a> des Arztes, da dieser die Ablehnung einer weiteren Behandlung durch den Patienten angesichts des bevorstehenden Todes im Sinne der Menschenwürde (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_1.html">Art.&nbsp;1</a></span> GG) respektieren muss.</li>
<li>Eine andere typische Situation ist der einige Jahre im <a href="Koma" title="Koma">Koma</a> liegende Patient, bei dem die Wahrscheinlichkeit auf ein Wiedererwachen medizinisch gegen Null tendiert. Die juristische Diskussion bezieht sich hier auf ethische Kategorien: So wird vorgetragen, Aufgabe des Arztes sei die Erhaltung und Sicherung der menschlichen Selbstverwirklichungsfähigkeit. Da wo keine Kommunikation mehr möglich sei und es am Bewusstsein fehle, ende die ärztliche <a href="Garantenpflicht" title="Garantenpflicht">Garantenpflicht</a> für das Leben des Patienten. Andere nennen Stichworte wie „Schicksalhaftigkeit“, „Sinnlosigkeit weiterer Behandlung“ oder die „Natürlichkeit des Todes“. Letztlich muss aber auch hier die Menschenwürde (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_1.html">Art.&nbsp;1</a></span> GG für Deutschland) in den Blick genommen werden, die neben dem Recht auf ein würdevolles Leben auch das Recht auf einen würdigen Tod beinhaltet.</li></ul></li></ul>
<p>Der <a href="Bundesgerichtshof" title="Bundesgerichtshof">Bundesgerichtshof</a> sah in diesen lebensbedrohlichen Fällen, bei denen die Eilentscheidungen durch den Arzt nicht geboten sind (weil irreversiblen Schädigungen vorzubeugen wäre), die Einholung der Genehmigung des <a href="Vormundschaftsgericht" class="mw-redirect" title="Vormundschaftsgericht">Vormundschaftsgerichts</a> (analog zu § 1904 BGB a. F.) als notwendig an. Hierzu wurde zunächst die <a href="Betreuerbestellung" title="Betreuerbestellung">Bestellung eines rechtlichen Betreuers</a> nötig, sofern kein <a href="Vollmacht" title="Vollmacht">Bevollmächtigter</a> aufgrund einer allgemeinen oder einer <a href="Vorsorgevollmacht" title="Vorsorgevollmacht">Vorsorgevollmacht</a> tätig wurde. Evtl. war ein <a href="Verfahrenspfleger" title="Verfahrenspfleger">Verfahrenspfleger</a> einzusetzen.
</p><p>Zum 1. September 2009 wurden <a href="Patientenverf%C3%BCgung" title="Patientenverfügung">Patientenverfügungen</a> ausdrücklich im BGB geregelt und auch § 1904 BGB a. F. verändert. Seit 2013 kann die Vornahme oder Unterlassung medizinischer Maßnahmen unmittelbar auf eine Patientenverfügung gestützt werden <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__630d.html">§ 630d Abs.&nbsp;1 Satz 2</a></span>, ohne dass die Entscheidung eines Betreuers oder Bevollmächtigten erforderlich ist. Zum 1. Januar 2023 wurde § 1904 BGB a. F. zu <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1829.html">§ 1829</a></span> umnummeriert.
</p><p>In einem Grundsatzurteil zum <a href="Behandlungsabbruch" title="Behandlungsabbruch">Behandlungsabbruch</a> („Fall Putz“) erklärte der <a href="Bundesgerichtshof" title="Bundesgerichtshof">Bundesgerichtshof</a> am 25. Juni 2010<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> die passive Sterbehilfe bei einer Frau, die fünf Jahre im Koma lag und künstlich ernährt wurde, für zulässig. Ihre Tochter hatte den Nahrungsschlauch durchtrennt.<sup id="cite_ref-SpO_5-1" class="reference"><a href="#cite_note-SpO-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Bundesgerichtshof rechtfertigte das mit dem tatsächlichen oder mutmaßlichen Patientenwillen. Dieser Rechtfertigungsgrund soll zur Anwendung kommen, wenn die betroffene Person lebensbedrohlich erkrankt ist und sich das Verhalten darauf beschränkt, einen Zustand wiederherzustellen, der einem bereits begonnenen Krankheitsprozess seinen Lauf lässt. Außerdem muss der Behandlungsabbruch ohne Patientenverfügung zumindest mutmaßlich vom Willen des Sterbenden gedeckt sein. Einer Genehmigung durch das Betreuungsgericht bedarf es nicht, wenn sich Betreuer und Arzt insoweit einig sind.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rechtsgrundlagen_in_der_Schweiz">Rechtsgrundlagen in der Schweiz</h2></div>
<p>Passive Sterbehilfe ist im schweizerischen Recht nicht explizit geregelt und gilt deshalb als nicht strafbar. Bei deren Anwendung wird vor allem auf die „Richtlinien über die Sterbehilfe der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften“ (SAMW) geachtet, die einen Verzicht auf oder Abbruch einer Behandlung erlauben, falls feststeht, dass die betroffenen Personen das Bewusstsein nie mehr erlangen werden.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur_und_Quellen">Literatur und Quellen</h2></div>
<dl><dt>Einzelbelege</dt></dl>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Stella Reiter-Theil: <i>Autonomie des Patienten und ihre Grenzen.</i> In: Eberhard Aulbert, Friedemann Nauck, <a href="Lukas_Radbruch" title="Lukas Radbruch">Lukas Radbruch</a> (Hrsgg.): <i>Lehrbuch der Palliativmedizin.</i> 3. Auflage, Schattauer Verlag, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-7945-2666-6, S. 60–76, hier: S. 68.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Th. Prien, <a href="Peter_Lawin" title="Peter Lawin">Peter Lawin</a>: <i>Therapiereduktion in der Intensivmedizin. „Sterben zulassen“ durch bewußte Begrenzung medizinischer Möglichkeiten.</i> In: <i>Der Anaesthesist.</i> Band 45, 1996, Nr. 2, S. 176–182.</span>
</li>
<li id="cite_note-Husebo-3"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Husebo_3-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Husebo_3-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Stein Husebø, <a href="Eberhard_Klaschik" title="Eberhard Klaschik">Eberhard Klaschik</a>: <i>Palliativmedizin</i>. Springer Medizin Verlag, Heidelberg 2006, 4.&nbsp;Auflage, ISBN 978-3-540-29888-5.</span>
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<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Michael_Stolberg" title="Michael Stolberg">Michael Stolberg</a>: <i>Die Geschichte der Palliativmedizin. Medizinische Sterbebegleitung von 1500 bis heute.</i> Mabuse-Verlag, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-940529-79-4, S. 77 ff. (<i>Behandlungsverzicht</i>).</span>
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<li id="cite_note-SpO-5"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-SpO_5-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-SpO_5-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,702790,00.html"><i>Sterben und sterbenlassen.</i></a> In: <i>Spiegel Online.</i> 25.&nbsp;Juni 2010,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 31.&nbsp;August 2011</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3APassive+Sterbehilfe&amp;rft.title=Sterben+und+sterbenlassen&amp;rft.description=Sterben+und+sterbenlassen&amp;rft.identifier=http%3A%2F%2Fwww.spiegel.de%2Fpanorama%2Fgesellschaft%2F0%2C1518%2C702790%2C00.html&amp;rft.date=2010-06-25">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Stella Reiter-Theil: <i>Autonomie des Patienten und ihre Grenzen.</i> 2012, S. 68 („Passive Sterbehilfe: Unterlassen, Reduzieren oder Abbrechen lebenserhaltender Maßnahmen“).</span>
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<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">M L Slevin, L Stubbs, H J Plant, P Wilson, W M Gregory, P J Armes, and S M Downer: <i>Attitudes to chemotherapy: comparing views of patients with cancer with those of doctors, nurses, and general public.</i> In: <i>BMJ.</i> 1990 June 2; 300(6737): 1458–1460. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1663147/">PMC&nbsp;1663147</a> (freier Volltext)</span>
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<li id="cite_note-BGH_1_StR_357/94-9"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-BGH_1_StR_357/94_9-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-BGH_1_StR_357/94_9-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-BGH_1_StR_357/94_9-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20050503203410/http://www.uni-koeln.de/jur-fak/inststaa/gesundheitsrecht.net/urteile/sterbebegleitung/bgh.pdf">Bundesgerichtshof, Urteil des 1.&nbsp;Strafsenats vom 13.&nbsp;September 1994 – 1 StR 357/94 –</a> (PDF; 31&nbsp;kB), <a href="BGHSt" class="mw-redirect" title="BGHSt">BGHSt</a> 40, 257.</span>
</li>
<li id="cite_note-Empfehlungen_der_Bundesärztekammer_und_der_Zentralen_Ethikkommission_bei_der_Bundesärztekammer_zum_Umgang_mit_Vorsorgevollmacht_und_Patientenverfügung_in_der_ärztlichen_Praxis-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Empfehlungen_der_Bundesärztekammer_und_der_Zentralen_Ethikkommission_bei_der_Bundesärztekammer_zum_Umgang_mit_Vorsorgevollmacht_und_Patientenverfügung_in_der_ärztlichen_Praxis_10-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20160417150840/http://www.bundesaerztekammer.de/richtlinien/empfehlungenstellungnahmen/patientenverfuegung/">Empfehlungen der Bundesärztekammer und der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer zum Umgang mit Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung in der ärztlichen Praxis</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-BGH_XII_ZR_177/03-11"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-BGH_XII_ZR_177/03_11-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-BGH_XII_ZR_177/03_11-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XII+ZR+177%2F03">Bundesgerichtshof, Beschluss des XII.&nbsp;Zivilsenats vom 8.&nbsp;Juni 2005 – XII ZR 177/03 –</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Friedhelm_Hufen" title="Friedhelm Hufen">Friedhelm Hufen</a>: <i>In dubio pro dignitate. Selbstbestimmung und Grundrechtsschutz am Ende des Lebens</i>. In: <a href="Neue_Juristische_Wochenschrift" title="Neue Juristische Wochenschrift">Neue Juristische Wochenschrift</a>, 2001, S.&nbsp;849–857 (853).</span>
</li>
<li id="cite_note-BVerfG_1_BvR_618/93-13"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-BVerfG_1_BvR_618/93_13-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-BVerfG_1_BvR_618/93_13-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20010802_1bvr061893.html">Bundesverfassungsgericht, Nichtannahmebeschluss der Dritten Kammer des Ersten Senats vom 2.&nbsp;August 2001 – 1 BvR 618/93 –</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-BGH_XII_ZB_2/03-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-BGH_XII_ZB_2/03_14-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XII+ZB+2%2F03">Bundesgerichtshof, Beschluss des XII.&nbsp;Zivilsenats vom 17.&nbsp;März 2003 – XII ZB 2/03 –</a>, <a href="BGHZ" class="mw-redirect" title="BGHZ">BGHZ</a> 154, 205.</span>
</li>
<li id="cite_note-BVerfG_2_BvR_1451/01-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-BVerfG_2_BvR_1451/01_15-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20020130_2bvr145101.html">Bundesverfassungsgericht, Nichtannahmebeschluss der Dritten Kammer des Zweiten Senats vom 30.&nbsp;Januar 2002, – 2 BvR 1451/01 –</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2%20StR%20454/09">Bundesgerichtshof, Urteil des 2.&nbsp;Strafsenats vom 25.&nbsp;Juni 2010 – 2 StR 454/09 –</a>, BGHSt 55, 191.</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Michael Kubiciel, <i>Entscheidungsbesprechung [zu BGHSt 55, 191]</i>. In: <i>Zeitschrift für das juristische Studium</i>, <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a>&nbsp;<span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%221865-6331%22&amp;key=cql">1865-6331</a></span></span>, 2010, Heft 5, S.&nbsp;656–661 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.zjs-online.com/dat/artikel/2010_5_382.pdf">PDF-Datei</a>, 94 kB).</span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">Bericht der Arbeitsgruppe Sterbehilfe an das <a href="EJPD" class="mw-redirect" title="EJPD">EJPD</a>.</span>
</li>
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